Barrierefreie Websites sind notwendig, um Inhalte für jedermann zugänglich zu machen. Denn jeder Besucher sollte unabhängig von persönlichen oder technischen Barrieren die Inhalte auf deiner Website lesen, verstehen und mit ihnen interagieren können. Einige Menschen sind hierbei auf assistive Hilfsmitte angewiesen.

 

 

 

 

Welche Barrieren sind häufig anzutreffen?

 

Statistisch gesehen sind Menschen mit Behinderungen überdurchschnittlich häufig im Internet und dabei auf spezielle Aufbereitung der Webangebote angewiesen. Blinde und sehbehinderte Nutzer lassen sich Webseiten per Software vorlesen oder in Braille-Schrift ausgeben, gehörlose oder schwerhörige Menschen, benötigen auf sie zugeschnittene, besondere Darstellungsformen im Internet. Zusätzlich zu der Berücksichtigung der Belange von Behinderten bedeutet „barrierefrei“, dass ganz allgemein niemandem Barrieren in den Weg gelegt werden sollen.

 

Zu Barrieren zählen sowohl technische Einschränkungen als auch körperliche, geistige sowie seelische Einschränkungen. Neben diesen Barrieren gibt es zudem noch zahlreiche Barrieren, die temporär bedingt sind.

 

Hier findest du eine Auflistung möglicher Barrieren, die Sie bei der Gestaltung Ihrer Website berücksichtigen sollten.

  • Technische Einschränkungen: Inhalte einer Website sind nicht für die Ausgabe durch assistive Hilfsmittel geeignet; keine oder nicht-funktionstüchtige Lautsprecher; Verwendung älterer Browser oder Text-Browser
  • Einschränkungen des Sehens: leichte bis starke Sehschwäche – kontrastarme Inhalte sowie Formen sind kaum wahrnehmbar / erkennbar; Blindheit; Farbsehschwächen (z.B. Rot-Grün-Schwäche); Temporäre Beeinträchtigung des Sehens (entzündetes oder verletztes Auge etc.)
  • Einschränkungen des Hörens: Taubheit; Temporäre Beeinträchtigung des Gehörs
  • Motorische Beeinträchtigungen: gebrochene oder fehlende Körperteile etc.; diverse körperliche Einschränkungen

 

Was macht eine Website barrierefrei?

 

Um eine barrierefreie Website zu erstellen, muss man einige Anforderungen beachten. Folgende Checkliste gibt Orientierung darüber, wie man Barrierefreiheit auf Webseiten gewährleistet und die Barrieren auf einer Seite beseitigt werden können:

 

1. Struktur

Eine Webseite besteht aus verschiedenen Strukturelementen. Klassischerweise gibt es einen Block für die Navigation und einen weiteren Block mit dem Inhalt und dem Text der Seite. Diese Blöcke sind ihrerseits mit Überschriften, Listen und Fließtexten versehen. Barrierefreie Websites haben semantische Auszeichnungen für diese Zusammensetzung. Die Struktur gibt Menschen mit Sehbehinderung Orientierung.

 

2. Bildtexte

Um blinden Menschen die Nutzung der Website zu ermöglichen und ihnen alle Informationen zugänglich zu machen, sollten Bilder mit sogenannten Alternativtexten versehen werden. So können sich Nutzer Inhalte von Bildbeschreibungen zum Beispiel von einem Screenreader, einer Vorlese-Anwendung für den Text im Browser, vorlesen lassen.

 

3. Schrift und Kontraste

Beim Erstellen einer barrierefreien Website ist die gute Lesbarkeit der Texte besonders wichtig. Ein ausreichender Kontrast zwischen der Vorder- und Hintergrundfarbe bildet die Basis und ist besonders für Texte in kleinen Schriftgrößen entscheidend. Dieser Effekt kann durch den Kontrastmodus verstärkt werden. Für die mobile Nutzung kann dies auch Vorteile mit sich bringen, da hohe Kontraste helfen, dass Inhalte trotz Sonneneinstrahlung auch im Freien erkennbar sind.

 

4. Bedienflächen

Auch Links und Schaltflächen müssen in besonderer Weise konfiguriert werden. Wenn sie zu klein sind, kann das beim Endnutzer spätestens bei der Nutzung am Smartphone zu Problemen führen.

 

5. Mehrsprachigkeit

Um den Inhalt einer Website möglichst international zugänglich zu machen, empfiehlt es sich, sie mehrsprachig aufzubauen und eine Sprachauswahl zwischen Deutsch, Englisch und ggf. weitere Sprachen anzubieten.

 

6. Leichte Sprache

Es sollte eine einfache und leichte Sprache verwendet werden. Konkret bedeutet das, kurze Sätze zu bilden, einen einfachen Satzbau an den Tag zu legen und weitgehend auf Fremdwörter zu verzichten.

 

7. Formulare

Auch Formulare auf einer Website sollten barrierefrei sein, sodass ein potenzieller Kunde seinen Einkauf oder seine Kontaktaufnahme erfolgreich erledigen kann.

 

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema? Oder brauchen Sie Hilfe bei der Gestaltung Ihrer Webseite von einer professionellen Internetagentur aus München? Dann kontaktieren Sie uns gerne!