Die meisten von uns kennen sicherlich traditionelle CMS-Systeme wie z.B. WordPress und Joomla. Es gibt jedoch noch zwei weitere Arten von Systemen, die ich ihnen jetzt vorstelle.

 

Traditionelles CMS

 

Ein traditionelles CMS besitzt ein Backend und ein Frontend. Das Frontend ist in diesem Fall die Website, die Ihre Besucher zu Gesicht bekommen. Mit Backend ist das Admin Panel, über welches man beispielweise Plugins installiert und Content verwaltet, gemeint.

 

Wichtig ist dabei zu verstehen, dass beide Schichten untrennbar miteinander verbunden sind. Der Content kann also nur über das mitgelieferte Webseiten Frontend ausgeliefert werden.

 

Headless CMS

 

Und genau an diesem Punkt kommt das Headless CMS ins Spiel. Der umgangssprachliche Kopf beschreibt dabei das Frontend der Seite, welcher dem CMS fehlt.

 

Der Content wird über eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung gestellt, was einen technologieunabhängigen Aufruf der Daten ermöglicht..

 

Konkret bedeutet das, dass man jedes beliebige Frontend Technologie verwenden kann, um den Content anzuzeigen. Egal ob es sich um ein Javascript Framework wie React, Vue, Angular und Svelte handelt oder um eine Smartphone App, der Content kann zentral verwaltet und an die verschieden Client Typen ausgespielt werden.

 

Decoupled CMS

 

Der letzte Typ ist eine Mischung aus einem traditionellen und einem Headless CMS. In diesem Fall ist das Website Frontend eines traditionellen CMS vorhanden, ist jedoch optional und muss nicht eingesetzt werden. Eine API zur Verbreitung des Contents an die verschiedenen Clients ist wie bei den Headless CMS vorhanden.

 

Am Anfang des Artikels hab ich erwähnt, das es sich bei Wordpress und Joomla um traditionelle Systeme handelt, jedoch ist diese Kategorisierung heute nicht mehr gültig. Beide Systeme haben sich jetzt zu Decoupled CMS weiterentwickelt. Seit Wordpress 4.7 und Joomla 4 besitzen beide eine Rest-API zur Auslieferung von Content.

 

An diesem Beispiel kann man erkennen, das der Trend zu Headless und Decoupled CMS geht, um den Betreibern und Webagenturen die maximal mögliche Flexibilität zu bieten.