Eine gute Website sollte nicht nur modern und schön aussehen. Sie sollte vor allem zu den Menschen passen, die sie benutzen. Doch woher weiß man, was die Nutzer brauchen und was ihnen wichtig ist?
Eine Möglichkeit, die eigene Zielgruppe besser zu verstehen, sind UX Personas.
Was ist eine UX Persona?
Eine UX Persona ist eine fiktive Person, die einen typischen Nutzer oder Kunden darstellt. Sie basiert auf Informationen über eine bestimmte Zielgruppe und hilft dabei, sich einen konkreten Nutzer besser vorzustellen.
Eine Persona kann zum Beispiel Informationen über das Alter, den Beruf, die digitale Erfahrung und die persönlichen Ziele enthalten. Besonders wichtig sind auch die Bedürfnisse, Motivationen und Frustrationen der Person.
Dadurch wird aus einer großen und oft sehr allgemeinen Zielgruppe eine konkrete Person. Statt nur zu sagen „Unsere Zielgruppe sind Selbstständige“, kann man sich zum Beispiel eine selbstständige Unternehmerin vorstellen, die wenig Zeit hat und Unterstützung bei ihrer Website und beim Online-Marketing sucht.
Warum sind UX Personas wichtig?
Bei der Erstellung einer Website werden viele Entscheidungen getroffen. Welche Informationen sollen auf der Startseite stehen? Wie soll die Navigation aufgebaut sein? Welche Inhalte sind besonders wichtig? Und wie einfach sollte die Kontaktaufnahme sein?
UX Personas können dabei helfen, diese Fragen aus der Sicht der Nutzer zu beantworten.
Wenn man die Bedürfnisse und Probleme der Zielgruppe kennt, kann man die Website besser darauf abstimmen. So kann man zum Beispiel wichtige Informationen schneller sichtbar machen, verständliche Texte schreiben und passende Kontaktmöglichkeiten anbieten.
Das Ziel ist also nicht, eine Website nur nach dem eigenen Geschmack zu gestalten. Die Website soll für die Menschen funktionieren, die sie später tatsächlich nutzen.
Was gehört zu einer UX Persona?
Eine Persona kann je nach Projekt unterschiedlich aufgebaut sein. Einige Informationen sind jedoch besonders hilfreich:
- persönliche Informationen wie Alter, Beruf und Wohnort
- digitale Kompetenz und Online-Verhalten
- Bedürfnisse
- Motivation und Ziele
- Frustrationen und Probleme
Nicht jede Persona braucht sehr viele Details. Wichtig ist vor allem, dass die Informationen für das jeweilige Projekt relevant sind.
Wie erstellt man eine UX Persona?
Am Anfang sollte man sich mit der Zielgruppe beschäftigen. Dafür können zum Beispiel Gespräche mit Kunden, Interviews, Umfragen oder vorhandene Kundendaten genutzt werden. Danach werden Gemeinsamkeiten gesucht. Welche Ziele haben die Nutzer? Welche Probleme treten häufig auf? Was erwarten sie von einer Website oder einem Unternehmen?
Auf Basis dieser Informationen können verschiedene Personas erstellt werden. Jede Persona bekommt ein eigenes Profil. Ein Bild und ein Name können zusätzlich helfen, sich die Person besser vorzustellen.
Wichtig ist dabei, eine Persona nicht einfach nur nach eigenen Vermutungen zu erstellen. Je mehr reale Informationen über die Zielgruppe vorhanden sind, desto hilfreicher ist sie später für das Projekt.
Ein praktisches Beispiel
Für eine Digitalagentur können zum Beispiel mehrere Personas interessant sein, weil nicht alle Kunden mit den gleichen Voraussetzungen auf die Website kommen.
Eine Persona könnte eine selbstständige Unternehmerin sein, die ihr Unternehmen professioneller online präsentieren möchte. Sie hat bereits digitale Erfahrung, aber wenig Zeit, sich selbst intensiv mit Webdesign, Online-Marketing und technischen Themen zu beschäftigen. Für sie sind eine verständliche Beratung, klare Informationen zu Leistungen und Kosten sowie eine einfache Kontaktaufnahme wichtig.
Eine andere Persona könnte jemand sein, der gerade ein eigenes Projekt starten möchte. Er hat eine Idee, aber noch wenig Erfahrung mit der professionellen digitalen Umsetzung. Er sucht deshalb Unterstützung und möchte verstehen, welche Schritte notwendig sind, um seine Idee online umzusetzen.
Obwohl beide Personen Kunde derselben Agentur werden könnten, haben sie unterschiedliche Bedürfnisse. Genau hier zeigen UX Personas ihren Vorteil.
Wie beeinflussen Personas das Webdesign?
Die Informationen aus den Personas können direkt bei der Gestaltung einer Website verwendet werden.
Wenn Nutzer zum Beispiel komplizierte Fachbegriffe als Problem empfinden, sollten Leistungen möglichst verständlich erklärt werden. Wenn eine schnelle Kontaktaufnahme wichtig ist, sollte der Kontaktbutton leicht zu finden sein. Möchten potenzielle Kunden zuerst sehen, welche Projekte eine Agentur bereits umgesetzt hat, können Referenzen oder Projekte gut sichtbar eingebunden werden.
Auch die Struktur, Texte und Call-to-Actions einer Website können dadurch besser an die Zielgruppe angepasst werden. UX Personas sind deshalb nicht nur eine theoretische Übung. Sie können eine praktische Grundlage für viele Entscheidungen im UX- und Webdesign sein.
Fazit
UX Personas helfen dabei, die eigene Zielgruppe nicht nur als eine große Gruppe zu betrachten, sondern die einzelnen Bedürfnisse der Nutzer besser zu verstehen. Sie zeigen, welche Ziele, Wünsche und Probleme potenzielle Kunden haben und was sie von einer Website erwarten.
Auch bei econcess spielt eine nutzerorientierte Gestaltung eine wichtige Rolle. Bei der Entwicklung digitaler Lösungen geht es nicht nur um ein modernes Design, sondern auch darum, die Anforderungen der jeweiligen Zielgruppe zu berücksichtigen. UX Personas können dabei helfen, Websites und digitale Auftritte so zu planen, dass sie sowohl zum Unternehmen als auch zu seinen Kunden passen.
So entsteht eine Website, die nicht nur gut aussieht, sondern ihren Nutzern auch einen echten Mehrwert bietet.
